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DGTF-Jahreskonferenz 2026

Prof.in. Dr. Andrea Augsten: Zwei Beiträge zu Design, Demokratie und gesellschaftlicher Transformation

Unter dem Leitthema „Shifting Regimes – Changing Orders“ brachte die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF) Wissenschaftler:innen und Gestalter:innen in Frankfurt am Main zusammen, um die Rolle von Design in Zeiten gesellschaftlicher, politischer und technologischer Umbrüche zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Design bestehende Ordnungen hinterfragen, demokratische Prozesse mitgestalten und neue Formen des Zusammenlebens ermöglichen kann.

Dr. Andrea Augsten (Professorin für Management & Design und und Vizevorsitzende der DGTF war mit zwei wissenschaftlichen Beiträgen vertreten, die unterschiedliche Perspektiven auf Design als transformativen und demokratischen Gestaltungsansatz eröffneten.

Designing Allyship – How Design Practices Foster Solidaristic Relations

Gemeinsam mit Dr. Johanna Treidl (Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Standort Jena) und M.A. Paula Süveges (koralle, Bremen) stellte Andrea Augsten erste Ergebnisse einer explorativen Studie zur Frage vor, wie Design solidarische Beziehungen zwischen privilegierten und marginalisierten Akteur:innen unterstützen kann. Der Vortrag entwickelte das Konzept des Relational Design weiter und argumentierte, dass gelingende Allyship nicht allein durch Designmethoden entsteht, sondern ebenso durch bewusst gestaltete organisatorische Formate, die Teilhabe, Verantwortung und Machtverhältnisse neu verhandeln.

Relational Transition as Democratic Inquiry – Mapping Epistemic Regimes in Design Futures

Im zweiten Vortrag präsentierte Andrea Augsten gemeinsam mit Prof. Dr. Sven Quadflieg (Hochschule Hamm-Lippstadt) und Prof. Dr. Florian Sametinger (Kunstuniversität Linz) ein konzeptionelles Framework zur Reflexion epistemischer Grundlagen in Design- und Transformationsprozessen. Ausgangspunkt war die These, dass Zukunftsgestaltung immer auch demokratische Entscheidungen darüber trifft, welches Wissen zählt, wer an Zukunftsprozessen beteiligt wird und welche Zukunftsvorstellungen sichtbar werden. Mit dem vorgestellten Relational Transition Compass entwickelten die Autor:innen einen reflexiven Ansatz, um diese oft verborgenen Annahmen in Forschungs- und Gestaltungsprozessen sichtbar und diskutierbar zu machen.

Wie geht es weiter?

Über den Sommer werden beide Beiträge nun zu wissenschaftlichen Publikationen ausgearbeitet. Die begutachteten Beiträge erscheinen in der zweiten Jahreshälfte als Open-Access-Conference-Proceedings der DGTF und machen die aktuellen Diskussionen der Konferenz einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich.

Stay tuned!