Practice based Research - Manual & Material Culture I |

Practice based Research - Manual & Material Culture I

Practice based Research I

Projekttitel:
Practice based Research - Manual & Material Culture, Phase 1
(abgeschlossen)

Projektleiter:
Univ.Prof.(NDU) Mag. Hans Stefan Moritsch, NDU
Mag. Annna Wanka, Institut für Soziologie der Universität Wien

Wissensschaftliche Mitarbeiterin:
Julia Pintsuk-Christof, M.A.

Dauer:
März 2014 - Oktober 2016

Studium:
BA Design, Handwerk & materielle Kultur

Finanzierungsgeber:
Wissenschaftsfonds des Landes NÖ


Zusammenfassung:

Wie kann handwerkliches Wissen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Anschluss an die sich verändernde Lebens- und Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts finden?
Auf Basis dieser Forschungsfrage teilt sich das Forschungsvorhaben in zwei zeitlich-historische Sphären: das 20. und das 21. Jahrhundert. Der erste Teil des Projekts, an dem Studierende und Lehrende des Studiengangs "Design, Handwerk & materielle Kultur (Manual & Material Culture)" der NDU mit der Durchführung von autobiographisch-narrativen Interviews und Soziologinnen der Universität Wien aktiv mit deren Auswertung beteiligt sind, beschäftigt sich mit dem 20. Jahrhundert.

Über das Projekt:

Es scheint so, als hätte das Handwerk heute einen beträchtlichen Teil seiner – seit dem Mittelalter entstandenen – Relevanz eingebüßt.  Allerdings ist auch heute noch die Sparte „Gewerbe und Handwerk“ die Größte in der Wirtschaftskammer Österreich. Und sie scheint nicht auszusterben: Mehr als die Hälfte aller Neugründungen entfallen auf diese Sparte, die gleichsam fast die Hälfte aller Lehrlinge ausbildet (WKO, 2013).  Sowohl TischlerInnen, SchlosserInnen, GlaserInnen fallen neben FriseurInnen, ZahkntechnikerInnen, oder FleischerInnen und vielen anderen mehr in diese Sparte.

Wie kann man das Handwerk also definieren? Handwerk ist durch die Bearbeitung bestimmter Stoffe unter Umsetzung von Fachwissen gekennzeichnet (Mugler, 2005).

Anders als Industriebetriebe weisen Handwerksbetriebe einen niedrigeren Einsatz von Anlage- und Betriebskapital auf und bieten individuelle Lösungen für ihre KundInnen an (AWS, 2007). 
Parallel zu und teilweise überlappend mit dem – immer noch starken – gewerblichen Handwerk hat sich in den vergangenen Jahren jedoch ein Wirtschaftsbereich herausgebildet, der als „Creative Industries“ bzw. „Kreativwirtschaft“ bezeichnet wird. Mehr als jedes zehnte Unternehmen in Österreich gehörte 2010 der Kreativwirtschaft an (Kreativwirtschaft Austria). Darunter fallen so heterogene Berufe wie ArchitektInnen, JournalistInnen und AutorInnen, Mode-, Web- und ProduktdesignerInnen, MusikerInnen usw. Die Kreativwirtschaft umfasst nach Definition der Kreativwirtschaft Austria erwerbsorientierte Unternehmen, die sich mit der Schaffung, Produktion und/oder (medialen) Distribution von kreativen und kulturellen Gütern und Dienstleistungen beschäftigen. 
 
„Creative Industries“ und gewerbliches Handwerk überlappen damit zwar nicht immer, aber teilweise. Umso erstaunlicher ist es, dass sie häufig nicht in Beziehung bzw. Entwicklung zueinander verstanden werden. Mit dem Aufkommen der Kreativwirtschaft entstanden neue Berufsbilder, die häufig wenig mit jenen des traditionellen Handwerks zu tun haben und damit auch andere Personengruppen ansprechen.  Es kommt also neben einem „Imagewandel“ zu einem „Generationenwandel“ in manchen handwerklichen und kreativen Berufen, während andere von diesen Entwicklungen weitgehend unverändert bleiben oder Berufsbilder völlig neu entstehen. Digitale Produktions- und Vertriebsmethoden, die Verfügbarkeit von bisher der Industrie vorbehaltenen Technologien auch für kleinere Serien und Spezialanfertigungen führen zu einer Aufweichung der Grenzen, der in der Mitte des 19 Jahrhunderts vollzogenen Trennung zwischen Entwurf und Ausführung, zwischen kreativer und handwerklicher Arbeit. Unklar bleibt dabei, in welcher Beziehung handwerkliche und „kreative“ Berufe heute zueinander stehen und was sie voneinander lernen können.

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