EU Interreg-Projekt CerDee

Projekttitel:
CerDee – Creative entrepreneurship in ceramic regions – developing, educating, encouraging

Projektleitung NDU:
Univ.-Prof. Mag. Hans Stefan Moritsch

Wissensschaftliche Mitarbeiterin NDU: 
Ass.-Prof. Mag. Andrea Moya Hoke
N.N.

Laufzeit:
Mai 2019 bis Mai 2022

Projektbudget (gesamt):
2,3 Mio. €. Davon werden 1,8 Mio. € durch Zuschüsse im Rahmen der EU-Förderinitiative INTERREG V B, Mitteleuropa beigetragen.


Zusammenfassung:
Keramik spielt in vielen Regionen Europas eine herausragende und traditionsreiche Rolle, sei es in der industriellen Fertigung im Geschirr-, Fliesen- oder Sanitärbereich, sei es aber auch im kunstgewerblichen Bereich. Etwa eine halbe Million Menschen finden in diesem Bereich Beschäftigung, zu 80 % dominieren kleine und mittlere Unternehmen. Die Branche ist einem starken Strukturwandel ausgesetzt, der sich mit den Schlagworten Globalisierung, Import- und Preisdruck gut charakterisieren lässt.

In einer intelligenten Vernetzung der lokalen und regionalen Stakeholder aus den Bereichen Wirtschaft, Administration und Bildung sollen den kreativen Köpfen neues Wissen und innovative Verfahren vermittelt werden. Der interregionale Austausch ermöglicht nicht nur die Weiterentwicklung bestehender Erfahrungen, sondern insbesondere für die kreativen Keramiker zusätzliche schöpferische Anregungen. Das Projekt wird Keramiker zusammenbringen, einen Austausch zwischen den Regionen ermöglichen und dadurch die Basis für die Zielgruppe schaffen, auf dem Markt zu bestehen und die Branche mit neuem Einfallsreichtum zu beleben.

(Ausführliche Projektbeschreibung siehe unten)

Projektpartner:

  • Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan Hohenberg a.d. Eger/Selb (DE), Lead partner
  • Muzeum Ceramiki w Bolesławcu, Boleslawiec (PL)
  • Museo Internationale delle Ceramiche in Faenza, Faenza (IT)
  • Technische Universität Ilmenau, Ilmenau (DE)
  • Tourist and Cultural Board Kranj, Kranj (SI)
  • Narodni muzej Slovenije, Ljubljana (SI)
  • University of West Bohemia, Plzen/Cheb (CZ)
  • New Design University - Privatuniversität St. Pölten (AT)

 

Gefördert vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung

Projektbeschreibung

CerDee – Creative entrepreneurship in ceramic regions – developing, educating, encouraging

Keramik spielt in vielen Regionen Europas eine herausragende und traditionsreiche Rolle, sei es in der industriellen Fertigung im Geschirr-, Fliesen- oder Sanitärbereich, sei es aber auch im kunstgewerblichen Bereich. Etwa eine halbe Million Menschen finden in diesem Bereich Beschäftigung, zu 80 % dominieren kleine und mittlere Unternehmen. Die Branche ist einem starken Strukturwandel ausgesetzt, der sich mit den Schlagworten Globalisierung, Import- und Preisdruck gut charakterisieren läßt.

Im Projekt CerDee haben sich acht kompetente Partner zusammengefunden, um gemeinsam überregionale Strategien zu entwickeln für eine Stärkung und Entwicklung der Kreativen im Keramikbereich. Lead Partner ist das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan in Hohenberg a.d. Eger/Selb (DE). Es ist Europas größtes Spezialmuseum zum Thema Porzellan und hat bereits vielfältige Erfahrungen in der Durchführung großer Kooperationsprojekten. Mit seinen umfangreichen Sammlungen und der sehr breiten Ausrichtung, neben Porzellanprodukten sind auch die Herstellung und die Präsentation von High-tech Keramik Gegenstand der Ausstellungen, liefert es die Basis für ein erfolgreiches Projektmanagement. Das Muzeum Ceramiki in Boleslaw (PL) dokumentiert die reiche Tradition der Stadt in der industriellen und kunstgewerblichen Herstellung von Keramik. In Italien ist das Museo Internationazionale delle Ceramichi in Faenza (IT) eines der renommiertesten Häuser zur Keramikgeschichte, Kunst und Design der Keramik und zeichnet sich durch vielfältige internationale Aktivitäten aus. Die New Design University Privatuniversität in St. Pölten (AT) befindet sich nicht nur in einer bedeutenden Keramikregion in Österreich, sondern besitzt einen Schwerpunkt in der Ausbildung im Design, Kunsthandwerk und Wirtschaft. In Slowenien sind mit dem Narodni muzej Slovenije in Ljubljana (SI) und dem Tourist and culture board in Kranj (SI) gleich zwei Repräsentanten keramischer Tradition vertreten. Das Museum kann nicht nur auf die Dokumentation der reichhaltigen Keramiktradition Sloweniens zurückgreifen, sondern engagiert sich intensiv in der Unterstützung zeitgenössischer Keramiker. Die Stadt Kranj besitzt hervorragende Erfahrungen im Bereich Tourismus, Ziel ist die Entwicklung des Ortes als City of Ceramics. Die Technische Universität Ilmenau in Ilmenau (DE) bringt mit ihrem Lehrstuhl Medien- und Kommunikationsmanagement große Erfahrungen in der strategischen Planung von Öffentlichkeitsarbeit mit. Mit der Kombination von Design und Wirtschaft bringt die University of West Bohemia (CZ) Kompetenz in zwei Bereichen mit, die für die erfolgreiche Realisierung des Projektes von zentraler Bedeutung sind. Neben den Partnern werden auch insgesamt 14 associated partner die inhaltliche Umsetzung unterstützen und sich mit ihrem speziellen Know how einbringen.

Start des Projektes ist der 1. Mai 2019, es wird nach dreijähriger Laufzeit am 30.4.2022 beendet werden. Das CerDee-Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 2,3 Mio. €, davon werden 1,8 Mio. € durch Zuschüsse im Rahmen der EU-Förderinitiative INTERREG V B, Mitteleuropa, beigetragen.

In einer intelligenten Vernetzung der lokalen und regionalen stakeholder aus den Bereichen Wirtschaft, Administration und Bildung sollen den kreativen Köpfen neues Wissen und innovative Verfahren vermittelt werden. Der interregionale Austausch ermöglicht nicht nur die Weiterentwicklung bestehender Erfahrungen, sondern insbesondere für die kreativen Keramiker zusätzliche schöpferische Anregungen. Das Projekt wird Keramiker zusammenbringen, einen Austausch zwischen den Regionen ermöglichen und dadurch die Basis für die Zielgruppe schaffen, auf dem Markt zu bestehen und die Branche mit neuem Einfallsreichtum zu beleben.

CerDee zielt darauf ab, die Marktposition und die Marktdurchdringung der kreativen Akteure (z.B. Designer oder Künstler) im Keramikbereich zu optimieren. Da diese Akteure wirtschaftlich unter dem Druck einer globalen Keramikindustrie mit Fokus auf preisgünstiger Produktion stehen, will CerDee ihre unternehmerischen Fähigkeiten stärken, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit für beide Aktionsfelder durch eine transnationale Zusammenarbeit zu optimieren.

Auf politischer Ebene will CerDee die Stimme dieser "kreativen Schicht" in der europäischen Keramikindustrie stärken, indem es ihre unternehmerischen Bedürfnisse in die keramikpolitischen Netzwerke und Verbände integriert.

Darüber hinaus wird das Projekt zu einer verbesserten globalen Wettbewerbsfähigkeit eines europäischen Designs, das sowohl auf regionalen Traditionen als auch auf den Anforderungen eines internationalen Marktes basiert, beitragen.

In vier aufeinander aufbauenden und sich ergänzenden work packages, für die jeweils ein Partner federführend verantwortlich zeichnet, werden Konzepte entwickelt und konkrete Ergebnisse erarbeitet.

Work package 1 widmet sich unter der Verantwortung der University of West Bohemia einer erstmalig durchgeführten Erfassung aller in den Regionen tätigen Kreativen im Keramikbereich. Damit werden Basisdaten erarbeitet, die für die weitere Arbeit von eminenter Bedeutung sind, aber auch anderen Nutzern wie Wirtschaftsförderern online in interaktiven Karten zur Verfügung stehen werden. Die entsprechenden Analysen werden nicht nur den status quo erfassen und bis zuletzt aktuell gehalten, sondern vor allem auch die Bedürfnisse der Zielgruppen erfassen und zur Grundlage der weiteren Aktivitäten machen.

Work package 2 steht unter der Verantwortung des Narodni muzej Slovenije. Gemeinsam mit den anderen Partnern wird eine Datenbank mit Vorlagen aus Design, Kunst und Kunsthandwerk erstellt, die den Kreativen und den an den Universitäten Tätigen als Vorlagen und Anschauungsobjekte für Produktion und Studium dienen können. Auch 3-D-Scans ausgewählter Sammlungsobjekte werden gefertigt und den Nutzern über das Online-Portal Ceramic City der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Neben der Dokumentation des materiellen Erbes geht es auch um die Erfassung und Bewahrung des immateriellen Erbes im Sinne technischer Verfahren zur Herstellung und Veredelung der Keramik. Die Partner stellen diese teilweise einzigartigen Fertigkeiten zusammen, fertigen bei Bedarf Videodokumentationen oder fassen bestehendes Filmmaterial zusammen. Auch dies wird öffentlich zugänglich sein.

Work package 3 legt seinen Schwerpunkt auf die Aus- und Fortbildung der Kreativen. Unter der Leitung des Museo Internationazionale delle Ceramichi werden mit unterschiedlich ausgestalteten workshops Keramiker, darunter auch schon tätige Unternehmer, angesprochen. Sie können sich im gestalterischen wie auch im technologischen Bereich weiterbilden, längere Auslandsaufenthalte werden ermöglicht, um Kenntnisse auch über Grenzen hinweg zu vermitteln. Das bereits erprobte erfolgreiche Future-Lights-Konzept mit international angelegter Förderung von 7 jungen Studienabsolventen wird mit neuen Schwerpunkten fortgesetzt. Ein Handbuch für Betriebsgründungen, passend für jede Region, wird zusammengestellt, Jungunternehmer im Keramikbereich erhalten spezielle Schulungen für einen erfolgreichen Start. Insbesondere den Universitäten mit entsprechenden Studiengängen wendet sich das Projekt zu, in Kooperation werden zum Beispiel online-Kurse für Unternehmensgründer angeboten oder Summer schools entwickelt. Sowohl in Selb wie auch in Kranj beschäftigen sich die Partner unter Einbindung von Experten mit der Entwicklung beispielhafter Einrichtungen von Co-working spaces für Keramiker und dauerhaften Fortbildungsmöglichkeiten im nicht-universitären Bereich.

Work package 4, das unter der Verantwortung des Porzellanikons – Staatliches Museum für Porzellan steht, wendet sich der Entwicklung und dem Aufbau innovativer Verkaufsverfahren und Marketingstrategien zu. Zentrales Element wird eine E-Commerce-Plattform sein, auf der die Angebote und Verkaufsmöglichkeiten gebündelt werden. Aber auch die Marketingstrategien werden der Zielgruppe in den beteiligten Ländern helfen, in Europa wirtschaftlich erfolgreich tätig zu sein. Bekanntheit der Produzenten und ihrer Produkte, aber auch Austausch von know how, von grundlegenden Kenntnissen stilistischer oder technologischer, von betriebswirtschaftlicher oder finanzieller Aspekte sind essenzielle Bestandteile von CerDee. Medium ist das Internet, über das Portal „Ceramic City“ werden alle Informationen zugänglich gemacht.

CerDee wird transparent und öffentlich agieren, die Ergebnisse werden online publiziert, ebenso ist beabsichtigt, Veranstaltungen durch Livestream für jeden Interessenten nutzbar zu machen. Interaktivität mit Keramikern, Kreativen, aber auch Verantwortlichen in den Regionen für die wirtschaftliche oder Bildungsentwicklung ist ausdrücklich angestrebt.

 

Die Partner:

  • Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan Hohenberg a.d. Eger/Selb (DE), Lead partner
  • Muzeum Ceramiki w Bolesławcu, Boleslawiec (PL)
  • Museo Internationale delle Ceramiche in Faenza, Faenza (IT)
  • Technische Universität Ilmenau, Ilmenau (DE)
  • Tourist and Cultural Board Kranj, Kranj (SI)
  • Narodni muzej Slovenije, Ljubljana (SI)
  • University of West Bohemia, Plzen/Cheb (CZ)
  • New Design University Privatuniversität, St. Pölten (AT)

 

Die Associated Partner:

  • Stadt Selb, Selb (DE)
  • Rosenthal GmbH, Selb (DE)
  • bayern design GmbH, München (DE)
  • Akademie für Gestaltung und Design der Handwerkskammer München, München (DE)
  • Meissen Porzellan-Stiftung GmbH, Meißen (DE)
  • Netzwerk Digitales Gründerzentrum GmbH, Hof (DE)
  • Confartigianato delle provincial di Ravenna, Ravenna (IT)
  • CAF CAN, Bologna (IT)
  • ISIA Istituto Superiore per le Industrie Artistiche, Faenza (IT)
  • Fondazione Banca del Monte e Cassa di Risparmio Faenza – Contamination Lab, Faenza (IT)
  • Lončarski atelje Slovenskega etnografskega muzeja, Ljubljana (SI)
  • Karlovarsky kraj, Karlovy Vary (CZ)
  • Krajská hospodářská komora Karlovarského kraje, Karlovy Vary (CZ)
  • Comune di Faenza, Faenza (IT)
     

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