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Holzwerkstoffe / Digitalisierung im Handwerk

Bachelorstudium Design, Handwerk & materielle Kultur

Im Rahmen eines Semesterprojekts im Sommersemester 2019 setzten sich Studierende im zweiten Semesters des Studiengangs „Design, Handwerk & materielle Kultur” der New Design University St. Pölten gestalterisch, forscherisch und handwerklich mit Holzwerkstoffen (Span-, OSB-, MDF-Platten) auseinander.

Im Zuge der Recherchephase wurden einerseits Holzwerkstoffe in Kooperation mit dem Produzenten Egger auf ihre Herstellung, Materialeigenschaften, Nachhaltigkeit, Zusammensetzung, Verwendungszweck und Potentiale untersucht. Andererseits wurden Aspekte der Produktion im Vergleich zwischen klassischem Handwerksbetrieb, Kleinindustrie 4.0, und Großindustrie im Austausch mit dem verarbeitenden Unternehmen Frischeis thematisiert. Im Mittelpunkt der Interessen standen Herstellungsverfahren, die sich durch den schon heute größtenteils digitalen Planungs- und Produktionsprozess für Design, Handwerk und Produktion in Zukunft ergeben.

Auf Basis dieser fundierten Recherche wurden von den Studierenden im Rahmen des Semesterprojekts konkrete Experimente, Projekte, Produkte und Prototypen unter Betreuung
von Expertinnen und Experten entwickelt und umgesetzt.
 

Maria Scharl - „C2C Desk“

"Mit dem Wunsch das Herz der Platte freizulegen, um die verborgene Schönheit der Platte hervorzuheben, plane ich mit Fräsungen zu arbeiten. Zuerst war ein Schreibtisch angedacht, nach einer kurzen Martkfoschung entschloss ich mich dazu eine Schreibtischplatte zu produzieren, die man auf alle gängigen Tischblöcke montieren kann und die möglichst anpassungsfähig für die KundInnen ist. Inspiration dazu waren die Tischsysteme von MASTERS & MASTERS (Abb.2). Hilfreich in der Recherche waren ebenfalls OPENDESK. CC & die Tischsysteme von BENE. 
Die Idee, eine Ordnung auf dem Schreibtisch herzustellen habe ich mit einer Bildrecherche von Schreibtischen meiner KommilitionInnen versucht einzukategorisieren (siehe Präsentation). Ich nahm mich den Problemen der Papier- und Stiftsortierung an. Dazu habe ich Module entwickelt, die eine CNC Fräse schneiden soll und die man bis zu enem gewissen Grad customizen und anordnen kann. Ein Zeitsystem von JETZT, DANN UND IMMER unterstützt diese Ordnung."

Evelyn Pana - „Mingle Table“

"Meine Idee war es , der Spanplatte eine neue, eher ungewöhnliche Formsprache zu geben. Sie eher ins 3 Dimensionale zu bringen. Inspiriert durch die Architektur der Postmoderne und deren Formen, und meiner Vorliebe für geometrische Objekte, enstand die Idee einen Beistelltisch zu entwerfen, der optisch hochwertig aussieht und dadurch die Spanplatte als Material für Möbel attraktiver macht."
 

Katharina Steiner - „SPAN(N)ENDES GESCHMEIDE“

"Ich bin ursprünglich gelernte Goldschmiedin und habe mich lange Zeit auch intensiv mit Edelsteinen beschäftigt. Da ließ die Inspiration nicht lange auf sich warten. Die grobe Oberflächenstruktur der OSB-Platte erinnerte mich auf Anhieb an das Einschlussbild eines Rutil- oder Turmalinquarzes! Die verschieden ausgerichteten Späne ähneln optisch der nadelförmigen Kristallisation des Rutils im Quarz.
Da ich von Anfang an den Vergleich von Rutilquarz und OSB-Platten im Kopf hatte, war ich sehr schnell entschlossen Schmuck zu machen. Ich recherchierte sehr intensiv, ob Spanplatten, ins besondere OSB-Platten schon im Bereich des Schmucks einen Platz gefunden haben. Holzschmuck aus Edel- oder Sperrholz findet man zu genüge, jedoch nicht aus Spanplatten. Die Optik der Spanplatte ist sehr umstritten! Deswegen habe ich mir zum Ziel gesetzt diesem Werkstoff ein edleres Erscheinungsbild zu verleihen, damit bei der Verarbeitung im Schmuck die hochwertige Optik nicht verloren geht."
 

Katharina Partik - „MENSCH = / ≠MASCHINE ? - HOLZSCHNITT AUS SPANPLATTEN“

"Die Spanplatte hat sehr viel mit dem Thema der Industrialisierung zu tun. Durch die Spanplatte begann industrielle Verarbeitung von Holz. Sie wurde in den 1930er erfunden um Verwertungsgrad von Bäumen zu erhöhen. Dieser lag damals bei 40% und heute bei 80%.
Die Spanplatte wurde kaum weiterentwickelt, die Maschinen allerdings schon -> Produktivitätsschub +50%.
Größtes Thema der Industrialisierung ist der Unterschied zwischen Mensch und Maschine. Diesen möchte ich mit meinem Holzschnitt widerspiegeln und gegenüber stellen."
 

Irene Haider-Pachtrog - „GET TOGETHER FOR THE FUTURE...EIN MITEINANDER FÜR MEHR NACHHALTIGKEIT INEINANDERGREIFEN ZWEIER WERKSTOFFE“
 
"Überlegung: Kann durch eine spezielle Rahmenverbindung die Spanplatte austauschbar werden um ein nachhaltiges Möbelstück zu erhalten? 
Die Rahmenkonstruktion besteht aus Kanthölzern. Die Platten werden in eine gefräste Nut - Deckplatte und Ablageplatten von unterschiedlichen Seiten eingeschoben - es entsteht ein Ineinandergreifen der zwei Materialien."
 

Fabian Wohlfahrt Kruckenfellner - „Garderobe Pur"

"Mit der „Garderobe Pur“ soll in erster Linie das bislang schlechte Image der Spanplatte in Angriff genommen werden, indem die Nachteile des Werkstoffs nicht versteckt, sondern offen präsentiert werden.
Der Verzicht auf Furnier und die Wahl der rohen Spanplatte zielen darauf ab, dem Material eine neue, eigene Stimme zu geben und sie selbst sprechen zu lassen.
Die schlechte Lebensdauer aufgrund von Abnutzung soll in dem Konzept der Garderobe so eingesetzt werden, dass die Spanplatte ein temporäres austauschbares Element bildet, welches somit auch abgenutzt werden darf."
 

Martin Koberwien - „andersARTig“

"Der Kasten soll als Kunstwerk angesehen werden und soll zum Einen eine Gegenüberstellung der Materialien und deren Vergänglichkeit darstellen. Das Projekt wurde als Versuch angesehen ein antiquarisches Möbelstück auf dieselbe Art und Weise nachzubauen, trotz des Unterschiedes der Materialien. Hier wurde eine Rohspannplatte der Firma Egger verarbeitet, welche bei der heutigen mannigfaltigen Auswahl an den verschiedensten Materialen als modern, nachhaltig und innovativ erscheint. Des Weiteren soll dieses Stück die Enthüllung des Kastens darstellen. Die Möbel zu dieser Zeit wurden ausschließlich aus Weichholz gebaut und mit einem Furnier aus einem edlen Hartholz (in diesem Fall Nuss) belegt. Die Spanblatte symbolisiert in diesem Zusammenhang mit ihrer Stabilität das formgebende Erscheinungsbild. Durch die verschiedenen Oberflächenstrukturen, welche gezielt bei diesem Möbel eingesetzt wurden, lassen sich verschieden Ebenen voneinander abheben. Anhand diesen Projektes könnte ich mir auch gut vorstellen, dass das Erscheinungsbild der Spanplatte, sowohl die Deckschicht mit den feinen Spänen als auch die Mittelschicht mit den großen Spänen, in Design und Gestaltung Platz finden könnte."
 

Teresa Egger - „Die Seilschaft“

"Eine Seilschaft bezeichnet im Bergsport eine Gruppe von Personen, die durch ein Seil miteinander verbunden und somit absturzgesichert wird. Je nach Bedarf und Situation sieht jede Seilschaft anders aus und kann individuell angepasst werden. 
Das Projekt versucht, die fehlende Individualität und Flexibilität des Industrieprodukts Spanplatte zu thematisieren und angelehnt an eine “echte” Seilschaft jeder Person die Freiheit zu gewähren, ohne Werkzeuge und in nur wenigen Handgriffen sein ganz persönliches Möbel zu kreieren. Für die Konstruktion wird lediglich ein stabiles Seil benötigt und es kann somit komplett auf unnötige Kleinteile wie Schrauben, Dübel oder Beschläge verzichtet werde."
 

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