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Success Story: studiotut (Marie Nemeth & Silvia Stocker)

Ausgezeichnet bei "Handwerk + Form" Wettbewerb 2018

Kaum haben sich die NDU-Absolventinnen Marie Nemeth und Silvia Stocker mit ihrem Designbüro “studiotut” selbstständig gemacht, trudelt schon die erste Auszeichnung ins Haus. Bei der diesjährigen “Handwerk + Form” in Andelsbuch (Vorarlberg) konnten die beiden Jungdesignerinnen mit ihrem Projekt “Die Speis” überzeugen und gewannen einen der begehrten Anerkennungspreise. Gründe genug das sympathische Erfolgsduo zum Interview zu bitten

Ihr habt zwei Jahre nach eurem Studium „Design, Handwerk & materielle Kultur“ gemeinsam das „studiotut“ gegründet? Wie kam es dazu?
Bereits an der NDU haben wir zusammen an diversesten Studienprojekten gearbeitet und konnten schon damals feststellen, dass wir uns gegenseitig gut ergänzen und uns das gemeinsame Arbeiten Spaß macht.
Nachdem wir ein Jahr nach unserem Studienabschluss beide wieder in Wien waren, bekamen wir ein Angebot gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Dieses nahmen wir an und es ergaben sich Folgeaufträge daraus. So kam der Entschluss, dass wir in Zukunft weiter gemeinsame und spannende Herausforderungen annehmen wollen und es entstand „studiotut“.

Für was steht „studiotut“?
Wir entwickeln Gestaltungslösungen für Produkte, Grafik und Raum. Wenn wir von Lösungen sprechen, meinen wir den gesamten Prozess: Vom Problem, über die Recherche, die Konzeption und den Entwurf bis hin zur Produktion. Nur so kann man das große Ganze und den Kontext mitdenken, in dem das jeweilige Projekt steht. Diese Beziehung zwischen Klein und Groß erforschen wir jedes Mal aufs Neue. Ohne Vorbehalte, ohne Berührungsängste oder Meinungen. Wir lernen, stellen Fragen und finden Antworten.
Am liebsten nehmen wir es dabei selbst in die Hand. Nur so fühlt sich ein Prozess richtig an – wenn man seine einzelnen Bestandteile fühlt. Das nehmen wir sehr genau. Das beginnt beim richtigen Umgang mit Werkstoffen, dem Sinn für ökonomische und ökologische Aspekte und geht bis zu unserem obersten Ziel hin, Inhalte so zu gestalten, dass sie Menschen berühren. Aus diesem offenen, aufmerksamen, verspielten und zugleich ernsthaften Zugang entsteht das, was die Arbeit von studiotut ausmacht: Zu Ende gedachte Lösungen und schlüssige Übersetzungen für Produkte, Räume und Grafik.

In wie fern hat Euch das Studium „Design, Handwerk & materielle Kultur“ an der NDU auf die Selbstständigkeit vorbereitet?
Die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerunternehmen der NDU hat uns auf jeden Fall gut darauf vorbereitet, wie ein Designauftrag von Anfang an durchgeführt werden muss. Außerdem wurden uns im Zuge des Studiums viele Spezialistinnen und Spezialisten in verschiedensten Fachgebieten vorgestellt. Auf dieses aufgebaute Netzwerk können wir jetzt jederzeit zurückgreifen und neue Projekte/Zusammenarbeiten entstehen lassen.

Wie fühlt sich die Selbstständigkeit an?
Es ist spannend, man lernt immer etwas Neues dazu, es macht Spaß und bringt neue Herausforderungen. Manchmal ist man auch ratlos, aber am Ende hat sich immer eine gute Lösung gefunden. Dabei sind wir froh, dass wir zu zweit sind.

Ihr seid vor kurzem mit eurem Projekt „Die Speis“ bei der Handwerk + Form ausgezeichnet worden. Habt ihr damit gerechnet und wie fühlt sich ein solcher Gewinn an?
Es ist wirklich schön, wenn man nach langem Arbeiten und Tüfteln an einem Projekt eine solch gute Rückmeldung und Anerkennung erhält.
Uns war bewusst, dass es ein gut ausgereiftes Projekt ist, in dem auch viel Arbeit und Herzblut hineingeflossen ist. Dadurch war ein Gewinn für uns nicht ausgeschlossen.

Welche Rolle spielen Auszeichnungen eurer Meinung nach in der Designszene?
Auszeichnungen geben Motivation und dienen Designerinnen und Designern für die Sichtbarmachung ihrer Arbeiten. In Folge dessen können spannende Projekte und Kooperationen entstehen.
Allerdings finden wir auch, dass Wettbewerbe manchmal einem Lotteriespiel gleichen und die Qualität eines Projekts nicht immer anhand dessen bewertet werden kann.

Welchen Tipp möchtet ihr jungen „Design, Handwerk & materielle Kultur“-Studierenden mit auf den Weg geben?
Traut euch euren Ideen nachzugehen. Probiert sie aus und spielt unterschiedlichste Lösungsansätze durch. Findet heraus, was euch am meisten liegt, Freude bereitet und verfeinert diese Kompetenzen.

An was denkt ihr gerne zurück, wenn ihr an eure Studienzeit in St. Pölten denkt?
Sich in den unterschiedlichsten Projekten/ Materialien/Techniken neu auszuprobieren, frei daran zu arbeiten und dabei professionelle Unterstützung zu erhalten. Außerdem hatten wir viel Zeit für die Recherche und Umsetzung unserer Studienarbeiten, die im Berufsalltag in solchem Ausmaß leider meist zu kurz kommen.

Mit etwas zeitlichem Abstand: Was war das Wichtigste, was ihr von der NDU mitgenommen habt?
Einerseits war das Netzwerk, das wir uns auf der NDU aufgebaut haben maßgeblich. Andererseits, dass wir zwei uns gefunden haben, da es nicht einfach ist, ein Team zu finden, das sich fachlich und menschlich gut ergänzt.

Vielen Dank für das nette Gespräch und wir freuen uns auf weitere (Erfolgs-)meldungen von Euch.
 

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