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Student Life: Von Island bis Österreich

Student Life | Aus dem NDU-Alltag:
Geschichten, Projekte, Insiderwissen...
#18: Hallgrímur Árnason
BA Design, Handwerk & materielle Kultur
6. Semester
© Marie Grace

Der gebürtige Isländer Hallgrímur Árnason schloss vor Kurzem seinen Bachelor im Studiengang „Design, Handwerk & materielle Kultur“ an der NDU ab. Mit uns sprach er über seine Beweggründe für seinen Umzug nach Österreich, worin er Unterschiede zu seiner Heimat sieht und wie er rückblickend über sein Studium an der NDU denkt. Natürlich erzählte uns der frisch gebackene Alumnus auch über seine beruflichen Zukunftspläne.

Was hat dich dazu bewogen, nach Österreich zu gehen? War es wegen dem Studium?

Wegen NDU war es ganz ehrlich nicht. Ich bin 2014 mit meiner Ex-Freundin nach Wien gezogen, weil sie hier Opern-Gesang und ich Architektur studieren wollte. Nach einem Semester an der Akademie der Bildende Künste habe ich aber festgestellt, dass das Studium und ich kein gutes Match sind.

Wie bist du auf das Studium an der NDU aufmerksam geworden?

Nach meiner Zeit an der Akademie war ich auf der Suche nach einem interessanten Studiengang und durch meine gute Freundin Veronika Ómarsdóttir, welche letztes Jahr ihren Bachelor in Innenarchitektur hier abgeschlossen hat, habe ich vom Studiengang Design, Handwerk & materielle Kultur gehört. Nach einem Besuch der NDU und einem Gespräch mit Stefan Moritsch, dem Studiengangsleiter, habe ich mich schließlich im Frühjahr 2015 dafür hier an der NDU beworben. Und drei Jahren später bin ich jetzt schon wieder fertig damit.

Wo liegen deiner Meinung nach die Unterschiede zwischen Island und Österreich?

Ich weiß nicht ganz wo man anfangen soll, weil es ehrlich gesagt ziemlich viele sind. Wir sind nur 350.000 Isländer, so ist es natürlich ganz anders in Wien mit fast 2 Millionen Einwohnern zu leben. Aber vor allem jetzt im Juni gibt es diesen riesigen Wetterunterschied, den ich besonders stark wahrnehme. Während ich mich hier über Sonnenbrand und schlaflose Schweißnächte beschwere, freuen sich meine Freunde in Island über den einen Sonnentag im Monat, an dem es endlich mehr als 15 Grad hat so sehr, dass sie alles liegen und stehen lassen, um die Sonne zu genießen. Im Mai dieses Jahr, hat es zum Beispiel jeden Tag geregnet.

Wie hast Du dein Studium finanziert?

In Island gibt es leider keine Stipendien für Studenten. Viele Studenten finanzieren sich das Studium mit einem Studentenkredit, welchen sie dann über die nächsten Jahre verzinst zurückzahlen müssen. Das ist sicher nicht die einfachste Lösung, aber trotzdem ist es so, dass ich ohne den Kredit nie im Ausland studieren hätte können. Deshalb bin ich schon froh, dass es das gibt.

Du hast jetzt drei Jahre an der NDU verbracht, wie sind deine Eindrücke von der NDU und dem Studium?

Ich denke, es gibt einfach keine perfekte Universität oder einen perfekten Studiengang, aber im Großen und Ganzen, war ich mit meiner Zeit hier an der NDU schon sehr zufrieden und ich bin auf jeden Fall sehr dankbar für meine Zeit hier. Natürlich spürt man ab und zu, dass es noch ein junger Studiengang ist, welcher sich noch in seiner Entwicklungsphase befindet, aber das habe ich meistens als sehr positiv empfunden. Dank der vielen tollen Menschen, denen ich hier begegnet bin, habe ich mich nicht nur als Designer, sondern auch auf jeden Fall als Mensch weiterentwickelt, was mir mindestens genauso wichtig ist. Einen riesigen Applaus daher für unsere wunderbaren Werkstattbetreuer Johann, Martin, Robert und Rupert! Danke für eure Hilfe, mir ist es wirklich eine Ehre gewesen, mit euch arbeiten zu können!

Welche Inhalte deines Studiums waren für dich persönlich besonders interessant und spannend?

Unsere Craft Studios, wo wir eine Woche lang mit einem neuen Material oder einer neuen Technik gearbeitet haben, habe ich sehr cool gefunden. Die hätten meiner Meinung nach auch immer zwei Wochen dauern können. Ich war auch sehr zufrieden damit, wie unterschiedlich die Semesterprojekte immer waren. So viele verschiedene Sachen zu sehen und kennenzulernen, hilft jedem Design-Studenten sich weiter zu entwickeln. Neue Herausforderungen können nur hilfreich sein, oder?

Wo liegen deine Schwerpunkte?

Das ist eine große Frage. Ich versuche auf jeden Fall immer meiner Kreativität und meinen Ideen treu zu bleiben und dabei die Sachen, die ich gerade spannend finde, so zu machen wie ich sie will. Ganz ohne Druck oder Einfluss und der Meinung anderer Leute. Das ist natürlich nicht einfach, denn man wird jeden Tag von seiner Umgebung – der Natur, der Stadt oder seinen Mitmenschen – beeinflusst. Mir treu zu sein, versuche ich aber trotzdem immer.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?

Ab Herbst möchte ich mich gerne in Wien selbstständig machen und weiter besondere Möbelstücke entwerfen und produzieren – mit Schönheit, Humor, Spaß und ein bisschen Seltsamkeit im Vordergrund! Ich bin gespannt, was die Zukunft bringen wird. Es wird auf jeden Fall lustig und bunt werden.

Danke für das Interview! Wir wünschen Dir alles Gute für deine Zukunft!

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