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Handwerk + Form 18: NDU Ausstellung in Vorarlberg

Ab 13. Oktober in der Dorfwirtschaft Jöslar in Andelsbuch: Werke von NDU Studierenden, die in Kooperation mit Handwerksbetrieben des Werkraum Bregenzerwald entstanden sind, werden zum ersten Mal in Form einer Sonderausstellung präsentiert.
Stefan Moritsch (Studiengangsleiter), Thomas Geisler (Geschäftsführer Werkraum Bregenzerwald) und NDU-Rektor Herbert Grüner. (c) NDU

Die NDU-Ausstellung »Neues Handwerk – neues Wirtschaften«, die bei der Vienna Design Week erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ist ab 13. Oktober bei »Handwerk + Form« in Andelsbuch (Vorarlberg) zu sehen. Unhabhängig davon sind auch die NDU-Absolventinnen Marie Nemeth und Silvia Stocker vor Ort und zeigen ihr Projekt »Die Speis«, das während ihres Studiums »Design, Handwerk & materielle Kultur« entstanden ist und nun im Laufe ihrer beruflichen Selbständigkeit weiterentwickelt wurde.

Handwerk + Form ist einer der bedeutendsten Gestaltungswettbewerbe im Handwerk und ein wichtiger Impulsgeber für die regionale Handwerkskultur im Austausch mit Gestalterinnen und Gestaltern aus dem In- und Ausland. Im Vordergrund steht die Vielseitigkeit und Innovationskraft in allen Bereichen des Handwerks, von der Lebensmittelerzeugung über die Möbel- und Baubranche bis hin zu Dienstleisterinnen und Dienstleistern. Handwerk + Form findet 2018 bereits zum achten Mal statt und hat mittlerweile internationale Strahlkraft. Der Wettbewerb mit seinem speziellen Dorfrundgang als Ausstellung wurde auf Anregung des Handwerkervereins Andelsbuch im Bregenzerwald, in Zusammenarbeit mit dem Grafikdesigner Harry Metzler 1991 erstmals ausgetragen. Seit dem Jahr 2000 schreibt der Werkraum Bregenzerwald den alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb aus. Handwerk + Form ist ein wesentlicher Beitrag zur Förderung der Zusammenarbeit von Handwerkerinnen und Handwerkern sowie mit Gestalterinnen und Gestalter.


Ausstellung »Neues Handwerk – neues Wirtschaften«

Erstmals werden in Form einer Sonderausstellung auch Kooperationsprojekte außer Konkurrenz von Handwerksbetrieben des Werkraum Bregenzerwald mit internationalen Designschulen präsentiert. Im Kooperationsprojekt »Neues Handwerk – neues Wirtschaften / Designing Craft & Economics« zwischen dem Werkraum Bregenzerwald und dem Bachelorstudiengang »Design, Handwerk & materielle Kultur« der New Design University St. Pölten steht nicht das Objekt sondern der Entstehungsprozess im Mittelpunkt der Ausstellung, die nun in der Dorwirtschaft Jöslar zu besichtigen ist und auf der Vienna Design Week 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Teams aus Studierenden des 5. Semesters und engagierten Mitgliedsbetrieben des Werkraum Bregenzerwald erarbeiteten gemeinsam einerseits maßgeschneiderte Produktentwürfe und Prototypen für das jeweilige Unternehmen, als auch Konzepte und Strategien für deren Finanzierung und Verwertbarkeit im Kontext zeitgemäßer handwerklicher Produktion. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der entstandenen Arbeiten – vom Schlüsselanhänger, Tablett und Flaschenöffner über Stuhl und Duftlampe bis hin zum Regalsystem und Kleiderständer – und veranschaulicht gleichzeitig die didaktischen Formate, dokumentiert den Diskurs und den Wissenstransfer zwischen den jeweiligen Akteuren, gewährt Einblicke in die Prozesse, die Erfahrungen und in die verschiedenen Wege, die zu den entstandenen Produkten führten. Bewusst wiederholen wir jedoch den Anfangsgedanken: Nicht das Objekt, sondern der Entstehungsprozess steht im Mittelpunkt dieses Beitrags.
 

 

NDU-Absolventinnen zum Wettbewerb geladen

Die NDU ist jedoch nicht nur durch die Ausstellung bei »Handwerk + Form« vertreten, auch zwei Absolventinnen der niederösterreichischen Privatuniversität wurden zum Wettbewerb eingeladen. Schon während ihres Studiums »Design, Handwerk & materielle Kultur« lernten die NDU-Absolventinnen Marie Nemeth und Silvia Stocker den Werkraum Bregenzerwald kennen. »Für uns war damals schon klar, dass wir beim nächsten Wettbewerb einreichen möchten«, erzählt Nemeth. »Das Universitätsprojekt 'Speisekammer' von Marie war dafür wie geeignet«, erklärt Stocker, die mit Nemeth vor kurzem das »studio tut« gegründet hat und Projekte im Bereich Produktdesign, Grafik und Ausstellungsdesign umsetzt. »Der Archetypus Speis wird an den Zeitgeist der heutigen Gesellschaft herangeführt und in Form eines Produktes neu belebt«, so die beiden Designerinnen über ihr Ausstellungsstück. In Zusammenarbeit mit der Tischlerei Bereuter wurde ein kleinserientaugliches Produkt entwickelt, das handwerklich hergestellt und in weiterer Folge auf www.diespeis.at erhältlich sein wird.
 

 

Über Werkraum Bregenzerwald

Der Werkraum Bregenzerwald in Vorarlberg ist ein Zusammenschluss von über 90 Handwerks- und Gewerbebetrieben aus der alpinen Talschaft im westlichen Österreich. Die Ende der 1990er Jahre gegründete Initiative verfolgt das Ziel, die beteiligten Betriebe durch Vernetzung und gemeinsame Projekte zu stärken und die Vorrangstellung des Handwerks in der Region zu pflegen und für die Zukunft zu sichern.

 

Weiterführende Links

Bachelorstudiengang Design, Handwerk & materielle Kultur
Werkraum Bregenzerwald
Die Speis
Studio tut

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