Success Story: Oma Marie kocht |

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Success Story: Oma Marie kocht

Success Story: Oma Marie kocht

Kochbuch von NDU-Absolventin Franziska Heiß liefert Rezepte und Geschichten aus dem Sarntal

Mit viel Liebe hat NDU-Absolventin Franziska Heiß Geschichten und Rezepte von ihrer Oma Marie zusammengetragen. Ursprünglich nur als Abschlussprojekt der New Design University (NDU) St. Pölten geplant, fand das Buch so großen Anklang, dass es nun im Verlag „Edition Raetia“ in Südtirol verlegt worden ist. Wir sprachen mit der umtriebigen Grafik- & Informationsdesignerin über ihr Kochbuch, warum es zur Herausforderung mit den Mengenangaben kam und ihre kreative Arbeit in Meran. Und natürlich wird auch an die Zeit an der NDU gedacht.

 

Oma, i hon Hunger

Für ihre praktische Bachelorarbeit im NDU-Studiengang „Grafik- & Informationsdesign“ sammelte Franziska Heiß zusammen mit ihrer Oma Marie die besten Rezepte aus dem Sarntal. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Kochbuch mit schnellen, traditionellen Rezepten ohne Schnickschnack, wunderschönen Stimmungsfotos und nostalgischen Gerichten. „Meine Oma verstand es, nur mit Mehl, Kartoffeln, Eiern, Milch und einer Handvoll Schnittlauch so gut wie alles zuzubereiten“, erzählt Franziska. Die Rezepte im Buch sind so unkompliziert wie möglich beschrieben. Da fängt Franziska plötzlich zu Lachen an und erzählt, dass sie der Umgang mit den Mengenangaben vor Herausforderungen gestellt hat: „Ich denke für die meisten erfahrenen Köch*innen sind Mengenangaben eine Gefühlssache und weniger etwas, dass sich in Zahlen messen lässt. Während der Zusammenstellung der Rezepte diskutierte ich immer wieder mit meiner Oma über die tatsächliche Menge von z.B. „ein bisschen Mehl“. Schließlich habe ich die Mengenangaben der Rezepte aber auch alle selber noch mal getestet und nachgekocht“. Fast jedes Rezept ist mit einem entsprechenden Foto bebildert. Manchmal steht die Speise im Mittelpunkt, manchmal wird aber der Blick auch auf die Personen gelenkt, die die Speisen gerade essen.

Mit Fotos der Südtiroler Landschaft und den Menschen in traditioneller Tracht wollte die Autorin zudem das Lebensgefühl transportieren.

 

Spannende Kombi: Alte Rezepte im neuen Design

Als Informationsdesignerin fokussierte sie sich bei der Gestaltung des Layouts vor allem darauf, dass der Inhalt gut lesbar ist. Eine spannende Kombination von Tradition und Moderne hat sie mit der Typografie der Rezeptnamen geschaffen: „Diese stehen so, wie sie im Sarner Dialekt ausgesprochen werden. Die absichtlich falsche Worttrennung soll dazu beitragen, unser gelerntes Erfassen von Schrift zu durchbrechen und den Rezeptnamen bewusst zu leben und wahrzunehmen.“ Visuelle Nostalgie hat die Autorin mit doppelseitigen Bildern geschaffen. Vor der Kamera standen hier vor allem Männer; dies soll dem Klischee „Kochen ist nur etwas für Frauen“ entgegenwirken.

 

Digitale- und Print-Schönheiten

2017 schloss Franziska Heiß den Bachelorstudiengang „Grafik- & Informationsdesign“ an der NDU erfolgreich ab. Ihr Weg führte sie danach zu der Webagentur „i-kiu“ in Wien, wo sie als Concept- UX Designerin Kunden wie Caritas, Hilfswerk oder Cargo Partner kreativ betreute. Vor einem Jahr zog es die talentierte Designerin dann wieder in ihre Heimat Südtirol und da sie dort eine ansteigende und sehr positive Entwicklung der Designszene vernahm, gründete sie 2021 gemeinsam mit Clemens Eichberger das kreative Tochterunternehmen „i-kiu design“ der Wiener Webagentur „i-kiu“. „Unsere jahrelange Erfahrung im digitalen UX Design Bereich hat uns gezeigt, dass es auch im Print Bereich wichtig ist, den Fokus in der Gestaltung und Kommunikation auf die Bedürfnisse der Endkonsument*innen des Produktes zu legen. Somit erstellen wir Konzepte, die Nutzer*innen in den Mittelpunkt stellen, egal ob Print oder Digital in den unterschiedlichsten Bereichen wie Identity & Packaging Design, UI Design, Corporate Design und Editorial Design“, erklärt die Jungunternehmerin die Aufgaben ihrer Agentur.

 

Kreativschmiede NDU

Bereits als Kind wusste Franziska, dass sie einen kreativen Beruf ausüben möchte und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ihr Beruf als Designerin ist nach wie vor ihre große Leidenschaft. Ihre Fähigkeiten hat sie an der New Design University gelernt. Angesprochen auf ihre Zeit an der NDU erzählt sie uns, dass ihr die konstruktiven Feedback-Gespräche mit Dozent*innen besonders in Erinnerung geblieben sind, denn dabei konnte sie besonders viel für sich mitnehmen und lernen. Mit drei ehemaligen Studiengkolleg*innen gründete Franziska die jährlich stattfindende FYI-Konferenz für Informationsdesign, die erste Informationsdesign-Konferenz Österreichs und ist dort als Organisatorin und Projektmanagerin tätig. An ihre drei Jahre im Bachelorstudiengang „Grafik- und Informationsdesign“ denkt sie gerne zurück „Die tolle Stimmung an der NDU in Kombination mit den wertvollen und vielen Inputs, die man erhalten hat, das war schon großartig!“.

 

Wir wünschen Franziska Heiß alles Gute in Meran und danken für das ausführliche Gespräch.

 

 

(c) Franziska Heiß

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