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Success Story: Johannes Nigsch, Bachelor und Tischlermeister

Nach seinem Abschluss als Bachelor of Arts an der NDU machte Johannes Nigsch anschließend den Tischler-Meister am WIFI
Success Story: Johannes Nigsch, Bachelor und Tischlermeister

Der Bildungs- und Karriereweg von Johannes Nigsch zeigt, wie Theorie und Praxis zusammenfließen können. Der gelernte Tischler absolvierte den Bachelorstudiengang »Design, Handwerk und materielle Kultur« an der New Design University und machte anschließend den Tischler-Meister am WIFI. Nun hat er mit Freunden den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und arbeitet im Tischler-Kollektiv MO-NI-KA.

»Theoretisches Wissen hilft beim Blick über den Tellerrand«, war Johannes Nigschs Ansporn bei der Studienwahl. Nach der Lehrzeit als Tischler bei Schmidinger Möbelbau in Vorarlberg wurde der Wunsch nach einem Studium immer größer. »Auch wollte ich mal weg aus den Engen der Vorarlberger Täler.« Daher zog es ihn zunächst nach Wien, wo er zum ersten Mal vom Studium »Design, Handwerk und materielle Kultur« erfuhr. »Ich dachte mir, dass ich hier gut hinpasse und so war es auch.«

Der 29-jährige Tischler konnte durch sein Studium an der NDU besonders durch die unterrichteten Problemlösungsmethoden profitieren: »Wir haben gelernt, wie man eine gestalterische Aufgabe angeht. So denkt man möglichst breit und beachtet viele Aspekte. Design ist nicht nur schönes Aussehen, sondern auch ergonomische oder ökologische Aspekte fließen ein.« Das Studium half ihm, Produktdesign mit neuen Augen zu sehen. Seinen Wurzeln blieb er aber immer treu. »Holz ist ein Werkstoff, bei dem ich mich sicher fühle und mich auskenne.« Daher war es nur logisch für ihn, nach dem Studium noch den Tischler-Meister zu machen. »Ich habe einen dreimonatigen WIFI-Kurs in Pöchlarn gemacht, der mich auf die Meisterprüfung vorbereitet hat.«

Gerade durch die zahlreichen Projekte im Studium konnte Johannes viel Erfahrungen sammeln. Besonders Projekte, bei denen der Prozess für ihn herausfordernd war und die viel Arbeit abverlangten, waren im Ergebnis für ihn eher ernüchternd. »Da ist zum Beispiel meine praktische Bachelorarbeit, bei der ich versucht habe, einen Kleiderschrank zu entwickeln, der in handwerklichen Strukturen in Kleinserie zu leistbaren Preisen gefertigt werden kann. Ich musste am Ende einsehen, dass es so nicht möglich war.« Andere Produkte sind ihm hingegen einfach so aus dem Ärmel gefallen, wie er erzählt. »Da fällt mir ein Papierkorb ein, der nur mit einfachen Materialien, nämlich Fichtenholz und Wäscheklammern, ein Plastiksackerl zu einem eleganten Ding macht.«

 

Vom Studium zur Selbstständigkeit

Bereits während seines Studiums war er beratend  und immer wieder unterstützend bei MO-NI-KA tätig, seit einem Jahr ist er selbstständig. Das Kollektiv besteht neben ihm aus dem Tischler Pius Kaufmann und dem Architekten Simon Moosbrugger, die beiden sind ebenfalls Vorarlberger. »Wir planen und fertigen Einzelmöbel und Einbaulösungen aus Massivholz. Mittlerweile gibt es uns seit fünf Jahren, unsere Werkstatt ist im 15. Bezirk«, erzählt Johannes. Was seinen Werdegang betrifft, strahlt Johannes Nigsch vollste Zufriedenheit aus: »Ich habe den Luxus, mir meine Zeit einzuteilen und Zeit für eine selbstgestellte Aufgabe zu nehmen. Momentan beschäftige ich mich mit dem Biegen von Furnier – eine vielversprechnde Technik, um Volumenkörper zu schaffen.«

Sein Studium hat Johannes gut auf die Selbstständigkeit vorbereitet, wie er sagt: »An der NDU ist selbständiges Arbeiten und Eigenverantwortung genauso gefragt wie in der Selbstständigkeit. Man hat die Wahl, in welchen Bereichen man Prioritäten setzt und ob man sich engagiert oder nur das Nötigste macht.«

Für angehende Studierende hat Nigsch einige Tipps parat, allen voran: »Einfach alles ausprobieren und Fehler machen!« Auch rät er, immer Feedback von Kollegen und Lehrenden zu holen und dabei keine Kritik zu scheuen. Und natürlich immer ein bisschen was zu machen – »Von nichts kommt nichts, aber viel fliegt einem zu«, schmunzelt Johannes Nigsch.
 

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