KaleidosClone 2016

Inno Expo: Ausstellungskonzeption und -gestaltung
Christian Pichlkastner

26.04.2016

Spätestens seit dem geklonten Schaf Dolly im Jahr 1996 wurde der breiten Bevölkerung bewusst, dass das Klonen nicht mehr nur von der Science Fiction beherrscht wird. Durch die technologische Entwicklung der letzten 20 Jahre im Hinblick auf Stammzellenforschung in Kombination mit unterschiedlichen Herstellungsverfahren wie dem Bioprinting, rückt auch die Vorstellung eines voll entwickelten Klones immer näher.


Diese Ausstellung soll zum Einen durch Erfahrungsräume die Thematik des Klonens auf emotionaler Ebene dem Besucher näher bringen. Diese Erfahrungsräume sollen dem Besucher Anreize auf ethische Fragestellungen geben. Wie gehe ich mit meinem Klon um? Hat mein Klon die selben Rechte wie ich? Kann ich den Klon einfach vernichten? Wie gehe ich mit einem fehlgeschlagenen Klon um?

Zum Anderen wird der Besucher mit einer Mischung aus Objekten der Kunst und dem heutigen Stand der Technik konfrontiert. Diverse Interaktionsmöglichkeiten versuchen die Empfindung des Besuchers zu verstärken. Außerdem beinhaltet die Austellung ausgewählte Filmszenen aus der Science Fiction.

(c) Christian Pichlkastner/NDU



Die einfachste Darstellung des eigenen Klones ermöglichen Spiegel. Somit bilden Spiegel das zentrale Thema der Gestaltung. Durch Spiegel wird der Austellungsbesucher immer wieder mit seinem Ebenbild auf unterschiedliche Art und Weise konfrontiert. Der Eingang zur Ausstellung wird von einem begehbaren Kaleidoskop gebildet. Durch diesen Tunnel gelangt der Besucher in die Austellung. Die Dreiecke im Kaleidoskop werden in der Austellungsgestaltung weitergeführt und bilden „Raum-in-Raum“-Situationen, Trennwände und Projektionsflächen.

Im Raum verteilte Spiegel sollen die Grenzen von Realität und Spiegelung verwischen. Man sieht Personen durch die Spiegelung öfter und man weiß nicht, welche die reale Person ist.

Vor dem Betreten der Austellung wird der Besucher rundum gescannt. Durch verspiegelte Monitore, die zusätzlich im Austellungsbereich immer wieder vorkommen, begegnet sich der Besucher immer wieder selbst. Dieser vermeintliche Klon tritt mit seinem Original durch Interaktion in Kontakt.

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